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Freitag, 13. September 2013

Geier über Griechenland

Düsseldorf, 20.12.2012

Geier über Griechenland

500 Millionen Euro Gewinn konnte der Hedge Fonds Third Point nun aus der griechischen Schuldenkrise ziehen. Der Trick: In der Krise wurden Staatsanleihen zu einem Wert von 17 ct. pro Euro Nennwert gekauft und gehofft, diese Anleihen später zu einem besseren Kurs verkaufen zu können. Die Rechnung ging nach dem neuen Rettungspaket für die Griechen auf, als diese Teile ihrer Anleihen für durchschnittlich 35 ct. zurückkauften.
„Das Geschäftsmodell ist nicht neu:“, so Jürgen Kaiser vom Entschuldungsnetzwerk erlassjahr.de, „Seit Jahren kaufen sogenannte ‚Geier-Fonds‘ Restschulden eigentlich entschuldeter Entwicklungsländer auf und klagen diese dann vor Gerichten in voller Höhe ein.“ 
Ein Beispiel dafür ist Sambia, welches im Rahmen der internationalen Entschuldung einen größeren Schuldenerlass – auch von Deutschland – erhalten hatte. Nach dem Urteil eines Londoner Gerichts musste es davon aber 15 Mio. US-$ in an den Investmentfonds Donegal überweisen, der diese vor dem Beschluss des Erlasses für 4 Mio. US-$ gekauft hatte. Die neue Liquidität des Landes kam damit am Ende diesem Fonds entgegen und nicht der Armutsbekämpfung.
Im Fall Griechenland lief diese Aktion dabei noch vergleichsweise harmlosund ohne Gerichte ab. Dennoch sieht das Entschuldungsbündnis auch hierin einen Beweis dafür, dass die Verschleppung der griechischen Krisenicht nur für die Griechen, sondern auch für die Staaten in Europa am Ende teurer wird. Ein verbindlicher Schuldenschnitt für alle Gläubiger hätte diesem Geschäftsmodell zeitig den Boden entziehen können.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Jürgen Kaiser, Tel.: 0173 – 29 19 374, E-Mail: j.kaiser@erlassjahr.de

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