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Freitag, 17. November 2017

Russland baut Grenzzaun zwischen Krim-Halbinsel und Ukraine

Russland baut Grenzzaun zwischen Krim-Halbinsel und Ukraine

(dpa) Russland hat mit dem Bau eines Grenzzauns zwischen der 2014 annektierten Halbinsel Krim und dem ukrainischen Mutterland begonnen. Die rund zwei Meter hohe Befestigung soll bis zum ersten Halbjahr 2018 über eine Strecke von 50 Kilometern die Grenze markieren, wie russische Agenturen am Freitag unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB meldeten. Die Kosten wurden mit umgerechnet mehr als 2,8 Millionen Euro angegeben. Der Zaun soll demnach die Sicherheit der Krimbewohner und der Touristen gewährleisten. Zwischen der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Halbinsel und dem ukrainischen Gebiet Cherson gibt es drei Übergänge.

Im Herbst 2014 hatte die Ukraine ihrerseits den Bau von Befestigungen entlang der knapp 2000 Kilometer langen Landgrenze zu Russland angekündigt. Bis heute sind jedoch nur wenige Dutzend Kilometer fertiggestellt. Die Führung in Kiew befürchtet einen Angriff Russlands und will sich so besser schützen.

Donnerstag, 16. November 2017

KORRUPTION Saudische Gelder machen Schweizer Banken nervös // besser lesbar

 KORRUPTION
Saudische Gelder machen Schweizer Banken nervös

König Salman bin Abdulaziz Al Saud: Kampf gegen die Korruption.
Quelle: Keystone
Der Schweizer Finanzplatz verwaltet gegen 200 Milliarden Dollar an saudischen Offshore-Vermögen. König Salmans Kampf gegen die Korruption sorgt nun für Nervosität bei UBS und Co.

Von Sven Millischer*
15.11.2017, aktualisiert vor 18 Stunden
Die politischen Wirren in Saudi-Arabien sorgen für Nervosität am Schweizer Finanzplatz, der mit rund 200 Milliarden Dollar an saudischen Offshore-Vermögen besonders exponiert ist. Dies schreibt die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe. Was rechtens sei und was als korrupt gelte, könne sich in Saudi-Arabien derzeit ständig ändern, sagt der Compliance-Anwalt Michael Kunz: «Regimewechsel sind für die Banken schlicht nicht zu managen.» Stets stünden die Institute im Rechtsrisiko, weil sie gemäss Geldwäscherei-Normen «die Verantwortung für die aktuelle Situation» trügen.

Von einem «erhöhten Monitoring» spricht die Privatbank Julius Bär. Auch die Genfer Pictet beobachte die Situation in Saudi-Arabien «aufmerksam», sagt ein Sprecher. Besonders exponiert sind UBS und Credit Suisse, die Milliarden an saudischen Vermögen verwalten und Dependancen im Königreich unterhalten. Saudi-Arabien sei ein wichtiger Markt für die UBS, sagt ein Sprecher: «Mehr als 60 Mitarbeiter arbeiten dediziert für saudische Kunden.» So war das Nettoengagement aus Kredit- und Handelsgeschäften in Saudi-Arabien mit über einer halben Milliarde Franken Ende 2016 das höchste «Exposure» der UBS im Nahen Osten. Auch Konkurrentin Credit Suisse soll für eine Wachstumsoffensive in Saudi- Arabien gegen 600 Millionen Dollar bereitgestellt haben.



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Offshore-Hub für Vermögen aus Saudi Arabien
Die Schweiz ist der Offshore-Hub für Vermögen aus Saudi Arabien. Gemäss einem kürzlich veröffentlichten «Working Paper» des französischen Ökonomen Gabriel Zucman über Steueroasen lagen von 223 saudischen Offshore-Milliarden 193 Milliarden Dollar in der Schweiz. Fast 8 Prozent aller Offshore-Bankeinlagen hierzulande stammen damit aus dem ölreichen Königreich.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Saudische Gelder machen Schweizer Banken nervös

KORRUPTION
Saudische Gelder machen Schweizer Banken nervös

König Salman bin Abdulaziz Al Saud: Kampf gegen die Korruption.Quelle: Keystone
Der Schweizer Finanzplatz verwaltet gegen 200 Milliarden Dollar an saudischen Offshore-Vermögen. König Salmans Kampf gegen die Korruption sorgt nun für Nervosität bei UBS und Co.
Von Sven Millischer*
15.11.2017, aktualisiert vor 18 Stunden
Die politischen Wirren in Saudi-Arabien sorgen für Nervosität am Schweizer Finanzplatz, der mit rund 200 Milliarden Dollar an saudischen Offshore-Vermögen besonders exponiert ist. Dies schreibt die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe. Was rechtens sei und was als korrupt gelte, könne sich in Saudi-Arabien derzeit ständig ändern, sagt der Compliance-Anwalt Michael Kunz: «Regimewechsel sind für die Banken schlicht nicht zu managen.» Stets stünden die Institute im Rechtsrisiko, weil sie gemäss Geldwäscherei-Normen «die Verantwortung für die aktuelle Situation» trügen.
Von einem «erhöhten Monitoring» spricht die Privatbank Julius Bär. Auch die Genfer Pictet beobachte die Situation in Saudi-Arabien «aufmerksam», sagt ein Sprecher. Besonders exponiert sind UBS und Credit Suisse, die Milliarden an saudischen Vermögen verwalten und Dependancen im Königreich unterhalten. Saudi-Arabien sei ein wichtiger Markt für die UBS, sagt ein Sprecher: «Mehr als 60 Mitarbeiter arbeiten dediziert für saudische Kunden.» So war das Nettoengagement aus Kredit- und Handelsgeschäften in Saudi-Arabien mit über einer halben Milliarde Franken Ende 2016 das höchste «Exposure» der UBS im Nahen Osten. Auch Konkurrentin Credit Suisse soll für eine Wachstumsoffensive in Saudi- Arabien gegen 600 Millionen Dollar bereitgestellt haben.

Offshore-Hub für Vermögen aus Saudi Arabien

Die Schweiz ist der Offshore-Hub für Vermögen aus Saudi Arabien. Gemäss einem kürzlich veröffentlichten «Working Paper» des französischen Ökonomen Gabriel Zucman über Steueroasen lagen von 223 saudischen Offshore-Milliarden 193 Milliarden Dollar in der Schweiz. Fast 8 Prozent aller Offshore-Bankeinlagen hierzulande stammen damit aus dem ölreichen Königreich.
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Freitag, 10. November 2017

aus meinem neuen Venezuela-Anleihen Blog // https://venezuela-anleihen.blogspot.de/

https://venezuela-anleihen.blogspot.de/



Marc Liebscher in der FAZ vom 10.11.2017



The Venezuelan government wants bondholders to come to Caracas Monday to restructure debt as it scrounges for cash.

DJ U.S. Warns Russia, Bondholders on Venezuela Debt Negotiations -- Barron's Blog

Friday, November 10, 2017 12:44 am


By Dimitra DeFotis 
The Venezuelan government wants bondholders to come to Caracas Monday to
restructure debt as it scrounges for cash. 

But the U.S. government warned late Thursday that if Venezuela's vice
president -- named by President Nicolas Maduro as a debt meeting host last week
-- or other sanctioned individuals are at the table with Americans, the
tete-a-tete could be a violation of U.S. sanctions. 
Venezuela seems to have avoided a default this week after Russia said
Wednesday that it would restructure $3 billion in loans to Caracas to free up
money for payments that are past due. But if Russia seeks to renegotiate loans
tied to Venezuela's Citgo refining subsidiary in the United States, Americans
and people in the U.S. can't negotiate without permission from the U.S. Office
of Foreign Assets Control. Here's the OFAC language explaining rules on
refinancing bonds issued by the Venezuelan government and state oil company: 

"U.S. persons are generally prohibited from engaging in transactions or
dealings with persons named on OFAC's specially-designated nationals (SDN)
list, including dealing with an SDN in the context of efforts to restructure
Venezuelan and Petroleos de Venezuela, S.A. (PdVSA) debt." 

OFAC also reminded bondholders that even if the Venezuelan negotiators aren't
on the U.S. sanction list, renegotiating new long-term bonds is forbidden. More
OFAC language: "General License 3 does not authorize any transaction by a U.S.
person or within the United States that involves the creation or subsequent
dealing in new debt of PdVSA or the Government of Venezuela with a maturity of
greater than 90 days or 30 days, respectively, absent a license from OFAC." 
Over the past three years, Russia has provided Caracas with $10 billion in
financial assistance, the New York Times calculates. As collateral on one loan,
Russian oil company Rosneft ( ROSN.ME) gained a 49.9 percent stake in Citgo,
Venezuela's U.S. refining subsidiary. The U.S. government includes subsidiaries
in its ban on debt negotiations. 
The U.S. government sanctioned 10 more Venezuelans Thursday who allegedly
committed fraud to undermine Oct. 15 state elections. 
The iShares J.P. Morgan U.S. Dollar Emerging Markets Bond exchange-traded
fund ( EMB) has slipped 0.9% this week and the VanEck Vectors Emerging Markets
High Yield Bond ETF ( HYEM) is down 0.2%, while the iShares Latin America 40
ETF (ILF) is up 0.7%.

Montag, 6. November 2017

NZZ: Belgischer Richter setzt Puigdemont auf freien Fuss

Belgischer Richter setzt Puigdemont auf freien Fuss

Ein belgischer Untersuchungsrichter hat Carles Puigdemont und vier Mitstreiter unter Auflagen frei gelassen. Puigdemont und vier seiner ehemaligen Minister hatten sich am Sonntagvormittag aufgrund eines europäischen Haftbefehls aus Spanien in Brüssel der Polizei gestellt.
Niklaus Nuspliger, Brüssel
Puigdemont am 31. Oktober auf einer Strasse in Brüssel. (Mark Charlson / Keystone)

Puigdemont am 31. Oktober auf einer Strasse in Brüssel. (Mark Charlson / Keystone)

Der abgesetzte katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont und vier ehemalige Minister hatten sich am Sonntagvormittag den Justizbehörden in Brüssel gestellt. Mit ihrem freiwilligen Gang zur Polizei, der mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen war, kamen die von der Zentralregierung in Madrid entlassenen Mitglieder der katalanischen Regionalregierung einer Festnahme zuvor. Am Freitagabend hatte die spanische Justiz offiziell europäische Haftbefehle gegen Puigdemont und seine Mitstreiter erlassen. Wegen separatistischer Bestrebungen werden ihnen «Rebellion», «Aufstand» und Veruntreuung zur Last gelegt.

Anhörung noch am Sonntag

Nach Angaben eines Sprechers der Brüsseler Staatsanwaltschaft wurden die Katalanen in Polizeigewahrsam genommen. Noch am Sonntag sollten sie von einem Untersuchungsrichter vernommen werden, der innert 24 Stunden über das weitere Vorgehen zu entscheiden habe. Dabei ging es zunächst um die Frage, ob Puigdemont und seine Mitstreiter inhaftiert werden müssen. Bereits in der Nacht zum Montag fiel die Entscheidung des Untersuchungsrichters: Die belgische Justizbehörde teilte mit, Puigdemont und vier seiner ehemaligen Minister seien unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden. Die Betroffenen dürfen Belgien vorerst nicht verlassen. Die Freilassung der Katalanen wurde von Mitstreitern in der Region im Nordosten Spaniens gefeiert. 
Die belgische Justiz wird erst später inhaltlich über die europäischen Haftbefehle und die Auslieferungsbegehren befinden. Das Prozedere dürfte sich über Wochen hinziehen. Puigdemonts Anwalt Paul Bekaert, der auf politisierte Auslieferungsfälle spezialisiert ist, hat bereits durchblicken lassen, dass sein Mandant alle Rekursmöglichkeiten wahrnehmen dürfte.
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Überall in Katalonien wird gegen die Inhaftierung der Ex-Minister der Regionalregierung protestiert. Die Demonstranten rufen «Befreit politische Häftlinge!» und «Das ist keine Justiz, sondern Diktatur!» oder schweigen ostentativ, wie diese Frau in Barcelona (3.11.). (Bild: Quique Garcia / EPA)

Hohe Strafe in Spanien

Ein endgültiger Entscheid muss innert 60 oder in Ausnahmefällen innert 90 Tagen vorliegen. In aller Regel wird ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Puigdemont wird jedoch argumentieren, er könne im «politisierten Justizsystem» Spaniens keinen fairen Prozess erwarten. In Spanien drohen ihm bis zu 30 Jahre Gefängnis. Das stösst in Belgien, wo der Fall auch innenpolitisch grosse Wellen schlägt, über die Partei- und Sprachgrenzen hinweg auf Unverständnis.

Mit einer Verzögerungstaktik könnte es Puigdemont gelingen, die Auslieferung bis zu den von Madrid für den 21. Dezember angesetzten Regionalwahlen hinauszuzögern. Im belgischen Fernsehen hatte Puigdemont am Freitag angekündigt, er sei bereit, bei der Wahl anzutreten und seine Wahlkampagne übers Internet aus dem Ausland zu führen. Puigdemonts katalanische Europäische Demokratische Partei kündigte am Sonntag an, sie wolle ihn zum Spitzenkandidaten machen.